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Wir ziehen zurück und unterstützen den starken Gegenvorschlag

Bild: Lukas Bärlocher


Liebe Freund:innen der Schöpfungsinitiative


Am Dienstag war es endlich so weit: Die Zürcher Synode behandelte unsere Initiative und den Gegenvorschlag des Kirchenrates. Es gab fast über zwei Stunden lang verschiedenste Wortmeldungen in der Eintretensdebatte, in der sich die Synodalen zu beiden Vorlagen äussern konnten. In meinen sechs Jahren in der Synode war das die mit Abstand längste Eintretensdebatte, die ich erlebt habe. Es gab viele wohlwollende Voten, auch von Gegner:innen der beiden Vorlagen. Das war ein schönes Zeichen des Miteinanders bei der Suche nach Antworten auf die Frage, was es heisst, Kirche in der Klimakrise zu sein. Es gab aber auch starken Gegenwind für unser Anliegen. Schlussendlich schloss sich die Kirchensynode nach einem langen Abstimmungskrimi mit 54 zu 45 Stimmen dem Kirchenrat an und verabschiedete den Gegenvorschlag mit dem starken Grundlagenartikel und dem Netto-0-Ziel 2035 im Gebäudebereich, dem grössten Hebel, den wir als Kirche bei den eigenen Treibhausgasemissionen haben. Darauf kündigten die Gegner:innen der Vorlage an, dass sie das Behördenreferendum gegen den Gegenvorschlag ergreifen werden und die nötigen Unterschriften bereits zusammen hätten. Es wird also zu einer Volksabstimmung kommen.


Wir als Initiativkomitee freuen uns sehr, dass sich die Synode dem Kirchrat anschliesst und den starken, aber auch umsetzbaren Gegenvorschlag verabschiedet hat. Wir haben uns in den letzten zwei Tagen noch Zeit genommen, um das Ergebnis und das eingereichte Referendum zu besprechen. Wir haben beschlossen, unsere Initiative zurückzuziehen und uns voll und ganz hinter den Gegenvorschlag zu stellen.


Wir haben uns so entschieden, weil wir inhaltlich voll und ganz hinter dem Gegenvorschlag stehen, der alle Kernanliegen der Initiative aufnimmt und mit der Einführung eines Umweltmanagementsystems für alle Kirchgemeinden auch schon mit der Umsetzung der Ziele im Grundlagenartikel beginnt. Wenn der Gegenvorschlag angenommen wird, können wir sofort mit der Umsetzung beginnen, was uns wertvolle Zeit spart. Mit der Initiative hätte nach der Volksabstimmung erst nochmals ein Prozess der Umsetzung begonnen, was auch wieder wertvolle Zeit gekostet hätte.

Zudem können wir als Komitee unsere Ressourcen im Abstimmungskampf fokussiert für den Gegenvorschlag einsetzten.


Wir bereiten uns also auf den Abstimmungskampf vor, möchten an dieser Stelle aber darauf hinweisen, dass es uns auch bei einer Entscheidung, bei der am Schluss nur ein Ja oder Nein möglich ist, sehr wichtig ist, dass wir als Kirche gemeinsam Antworten auf die ökologischen Krisen finden wollen. Das ist nur im gemeinsamen Miteinander, auch über Meinungsverschiedenheiten hinweg, möglich.


Pace e bene

Für das Komitee

Tobias Adam

 
 

Kontoverbindung für eine finanzielle Unterstützung der Initiative: IBAN CH44 0900 0000 1607 8519 6
Stadtkloster Zürich,

Vermerk «Schöpfungsinitiative» oder per Twint:

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Initiativkomitee
"Für eine klimaverantwortliche Kirche" Wiedingstrasse 3
8055 Zürich

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